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Die Finanzkrise wird auch Kliniken treffen


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#1 Blümchen

Blümchen

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Geschrieben 10 Oktober 2008 - 10:19

Die Kreditkrise beschleunigt den Umbruch auf dem deutschen Klinikmarkt. "Die Finanzkrise dürfte als Katalysator für weitere Privatisierungen und Eigentümerwechsel wirken", sagte Jens-Michael Otte, der bei der Deutschen Bank das Geschäft mit Kommunen leitet - wozu auch die Krankenhäuser gehören. Aufgrund sprudelnder Steuereinnahmen waren in den vergangenen Monaten nur wenige Krankenhäuser von privaten Klinikketten übernommen worden. Dies könnte sich jetzt schneller als erwartet ändern - wenn die Banken sich bei Finanzierungen stärker zurückhalten.

Erste Anzeichen sind schon sichtbar. "Viele Banken passen zur Zeit die Konditionen für Kredite an", sagt Otte. In Finanzkreisen heißt es, einige Banken hätten sogar aufgehört, Kommunen bei Kreditausschreibungen für Klinikfinanzierungen überhaupt ein Angebot zu machen.

Eine Zuspitzung der Situation erwarten auch der Deutschen Städte- und Gemeindebund und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). "Aufgrund der ohnehin schlechten Finanzlage sind Krankenhäuser zunehmend auf Kredite angewiesen - das dürfte teurer und schwieriger werden", sagte ein DKG-Sprecher.





Akut sind nach Einschätzung von Experten auf dem Klinikmarkt keine Millionenprojekte gefährdet. Selbst am Uniklinikum Essen scheint es keine Schwierigkeiten zu geben - dort wird ein 300 Mio. Euro teures Protonentherapiezentrum gebaut.

Schwieriger könnte es für die Nummer zwei der Klinikketten werden, die Fresenius-Tochter Helios, sagt Ludger Mues, Healthcare-Experte bei Sal. Oppenheim. Fresenius sei durch die Akquisition des Generikaherstellers APP Pharmaceuticals in den USA höher verschuldet und habe kein Investmentgrade-Rating. Eine Helios-Sprecherin sagte jedoch, das Unternehmen sei von der Finanzkrise nicht betroffen und erwarte auch für die Zukunft keinerlei Auswirkungen.

Für Rhön-Finanzvorstand Pawlik ist klar, dass 2009 mehr Kliniken zum Verkauf stehen werden als in diesem Jahr. Die Krise sei gerade für kapitalschwache kommunale Häuser eine weitere Belastung in einer Situation, in der ihnen gestiegene Ärztegehälter und Energiekosten ohnehin zu schaffen machten.

Sollten demnächst wieder größere Häuser oder ein Uniklinikum auf den Markt kommen, stehe Rhön bereit, sagte Pawlik: "Wenn so etwas ansteht, wären wir finanzierungsfähig." Derzeit stehen nach Einschätzung von Sal. Oppenheim etwa zehn Kliniken zum Verkauf, durchweg kleine und mittlere Häuser mit bis zu 400 Betten. Info:FTD


Blümchen




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