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Freiberufler - was beachten?


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4 Antworten in diesem Thema

#1 Hinotori

Hinotori

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  • 2.576 Beiträge

Geschrieben 02 April 2014 - 10:42

Hier taucht die Frage immer wieder auf, was man als Freelancer beachten sollte.

Zunächst einmal: Man muss mehr verdienen als ein Angestellter.

Der Grund ist ganz einfach:
Man muss Steuern selbst zahlen, die Abrechnung vom Finazamt kommt aber erst später.
Man muss für seinen PKW selbst sorgen und zwar mit allem drum und dran.
Dazu kommt die eigene Leistung für die ganzen Sozialversicherungen, Betriebsversicherungen.
Wer im Jahr auch Urlaub machen möchte, muss Rücklagen bilden um auch in der Verdienstfreien Zeit Geld zu haben und nicht vergessen: ebenfalls Rücklagen aufbauen für KFZ-Reparatur und ggf. Neukauf.

Machen wir mal eine Rechnung, eine Rechnung, die jeder kennt und wo jeder schonmal innerlich gemeckert hat:

Ein Handwerker kommt.
Er geht und hinterläßt uns eine Rechnung: 60€ oder mehr als Stundensatz.
Wir ärgern uns, bekommen wir doch vielleicht 20€ die Stunde (umgerechnet).
Wieso bekommt der soviel?
Und für was?

Ganz einfach:
Als Freiberufler möchte man erstmal so viel auf dem Konto haben die im Angestelltenverhältns.
Dazu kommen dann noch mal eben die ~20% an Sozialversicherungsanteil, die sonst der Arbeitgeber zahlt.
Wenn man das Ganze noch auf 13 Monatsgehälte hochrechnet und dann auf arbeitsfreie Zeit wie: Urlaub, Wochenende, Krankheit, sieht das schon anders aus.
Rechnen wir noch hinzu, dass ein Freelancer nicht in jeder der 8 Std einen Umsatz macht, den er aber braucht, ziehen wir Fahrtzeit ab, die Angestellt ja auch bezahlt bekommen dann wird der zu erwirtschaftende Stundensatz noch höher.
Computer, Handy, Verbrauchsmaterialien, Auto, ggf Büro oder zumindest die anteiligen Kosten dazu und/oder Lagerkosten

Wer es genauer wissen möchte.
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Ich denke, dann bekommen die Ideen von der schönen Freiberuflichkeit eine andere Farbe.
15-20€ pro Call + Provision?
Ist die Provision realistisch erreichbar?
Wieviel Calls darf man/Tag machen?
Ist irgendwas gedeckelt?
Komme ich mit den Vorgaben auf die Summe, die ich brauche um mir die Freiberuflichkeit überhaupt leisten zu können?

Und dann wollen welche OHNE Zahlung von Call-Honorar arbeite, weil die Provision so schön hoch sei? Ist sie das umgerechnet wirklich?


Und hinter Allem schwebt noch das Damokles-Schwert "gesetzliche Rentenversicherung".
Bin ich wirklich Selbständig oder "doch nur Scheinselbständig"?
Wenn mir nämlich ein Auftraggeber vorgibt, von wann bis wann ich draussen sein MUSS und wieviel Calls ich am Tag machen MUSS und ich eigentlich KEINE Möglichkeit habe weitere Projekte anzunehmen, dann kann es durchaus sein, dass eine Buchprüfung durch die Rentenkasse nochmal fett Geld kostet.
Deutsche Rentenversicherung - Woran Sie echte Selbstständigkeit erkennen

Gruss
Hino
 

Natürlich bin ich kompliziert... Ich bin ja auch der Abenteuerurlaub und nicht die Pauschalreise! ツ

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#2 mirabelle

mirabelle

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  • 339 Beiträge

Geschrieben 02 April 2014 - 07:08

Bei 6 Calls/Tag für 20€/Call kommen bei 20 Arbeitstagen gerade einmal 2400€ in die Kasse. Eine ordentliche Provision muss dann schon her, um (gut) über die Runden zu kommen.

Die einzelnen Aspekte der Freiberuflichkeit und links zu diesem Thema sind sehr informativ. Danke.

#3 Rick

Rick

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  • 120 Beiträge

Geschrieben 03 April 2014 - 05:08

Bei so einem Umfug wie €20 pro Call macht ihr am Ende des Monats Klimmzüge am Brotkasten. Bedenkt neben den vorgegebenen Kosten für Krankenversicherung und Rentenkasse sowie dem hungrigen Monster Names Finanzamt auch, das Krankheit und Urlaub nicht bezahlt werden
Zu Deutsch, man muss sich ein Puffer ansparen.
Einweitere, gravierende Faktor ist die Tatsache das ein Auto braucht.
Das frisst den Löwenanteil des Einkommens auf.

Nein, Leute.
Diese Firmen die Euch Besuchspauschalen anbieten, das ist was für Hausfrauen im Nebenerwerb, für Rentner oder Privaties die kein anderes Hobby gefunden haben.
Sein täglich Brot kann man damit nicht verdienen.

Und, wie Hino schon richtig geschrieben hat, es ist definitiv eine Scheinselbständigkeit.
Ich persönlich nenne es modernes Sklaventum. ( Wie DL Vertäge auch )

Gruss

Rick

#4 Hinotori

Hinotori

    Moderatorin

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  • 2.576 Beiträge

Geschrieben 03 April 2014 - 12:19

mirabelle;86834 wrote: Bei 6 Calls/Tag für 20€/Call kommen bei 20 Arbeitstagen gerade einmal 2400€ in die Kasse. Eine ordentliche Provision muss dann schon her, um (gut) über die Runden zu kommen.

Die einzelnen Aspekte der Freiberuflichkeit und links zu diesem Thema sind sehr informativ. Danke.

Das ist richtig - Provision.
Aber ist die auch erreichbar?

Ich erinnere da mal an den Beitrag von unserem Kollegen, der zum Thema Naturwohl-Pharma warnt.
Erzählen können "die" einem ja viel.
Und viele kennen auch die Provisionserzählungen von den DLs - bekommen hat man meist selten eine - egal wie hart man gearbeitet hat. Grund war einfach die unrealistisch hoch hängende Prämienwurst.

Hinzu kommt, dass einige Anbieter hinter dem Rücken des ADs selbst Angebote an die Kunden raus schicken und für diese beantworteten Angebote KEINE Provision zahlen. Auch werden Bestellungen über GH oft nicht mit einkalkuliert. Das sind Umsätze, die eigentlich auch in die Provision einfließen müssten.

Gruss
Hino
 

Natürlich bin ich kompliziert... Ich bin ja auch der Abenteuerurlaub und nicht die Pauschalreise! ツ

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#5 Rick

Rick

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  • 120 Beiträge

Geschrieben 03 April 2014 - 01:16

Dieses Problem besteht nun schon soooo lange, das die Zahlen faul sind.

Man muß sich bewusst machen das alles was nicht im Direktgeschäft über den eigenen Faxanschluß / eMailaccount bestellt und abgewickelt wird in der Datenhoheit des Auftraggebers liegt.

Was bedeutet das ?
Im klassischen Pharmageschäft, wo der Arzt verordnet und die Apotheke auch die Finger drin hat, gibt es seit Jahren keine validen Zahlen mehr.

Die ollen IMS-Zahlen sind statistischer Ausschuß,Humbug, Firlefanz, Kaffeesatzleserei, mathematischer Sondermüll. Da wird gemittelt, gemached, gedingst und gedengeld das sich die Balken biegen. Und auf der Basis versucht man eine Bewertung des Mitarbeiters zu ziehen und seinen Prämienanspruch zu berechnen.
Das ist alles gequirlte Schei...

Wenn Umsatzprovision, dann nur, wenn jede Bestellung ausschließlich über MEINEN Schreibtisch geht. Sonst eben nicht !
Leute, warum lasst Ihr Euch teilweise so abartig hinter´s Licht führen.

Gruß

Rick




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